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Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet |
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![]() Michael Lüders, geb. 1959, hat arabische Literatur in Damaskus sowie Islamwissenschaften, Politologie und Publizistik in Berlin studiert. Das jüngste Werk des Nahost-Experten ist eine entschiedene und gut recherchierte Anklage gegen die Politik der Westens – d.h. der USA, Europas und auch Israels. Lüders führt die LeserInnen zurück in den Iran und dem 1953 vom US- und britischen Geheimdienst inszenierten Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung von Mossadegh (die „Ursünde“, so Lüders). Dieser hatte in der gesamten Region massive Kettenreaktionen zur Folge: die islamische Revolution im Iran (1979), die Unterstützung der Taliban nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan, das Entstehen von Al Qaida, den desaströsen Irakkrieg (2003), den misslungenen arabischen Aufstand und die rapide Verbreitung des von Saudi-Arabien unterstützten Wahhabismus sowie den Krieg in Syrien seit 2011. Diese direkten oder indirekten Interventionen haben alle eine gemeinsame Komponente: Macht- und Geopolitik, Verteidigung westlicher Interessen, Dämonisierung des Gegners und eine gute Prise Heuchelei, nämlich den Anspruch, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen. Verlangt sind vielmehr, so Lüders, Bescheidenheit, Diplomatie, Interkulturalität, Kampf gegen die Armut sowie eine schrittweise Entwicklung der Feudal- und Klientelgesellschaften hin zu selbstbestimmten Staatswesen. Gewiss ist: Wer den Wind sät, erntet Sturm. Wir sind mittendrin. Dominique von Leipzig www.reech-eng-Hand.lu Autor: Michael Lüders Verlag: C. H. Beck Jahr: 2015 Altersgruppe: ab 12 Jahren ISBN: ISBN 9783406677496 Sprache: Deutsch Medium: Buch |
| Hinzufügedatum: 2016-04-11 09:01:41 |
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