spikids - Buchrezensionen
- Leo Leonni, „Frederick“
- Janosch, „Oh, wie schön ist Panama“
- Wolf Erlbruch, „Die große Frage“
- Janosch, „Komm, wir finden einen Schatz“
- Heinz Janisch/ Wolf Erlbuch, „Der König und das Meer“
- Heinz Janisch/ Annette Roeder, „Hummel Hubert oder die Entdeckung der Zeit“
- Christina Gruber, Christiane Rieger, „Entspannung und Konzentration - Meditieren mit Kindern“
- Gudrun Pausewang, Ich geb dir noch eine Chance, Gott !
- Bucher, Anton, Wurzeln und Flügel. Wie spirituelle Erziehung für das Leben stärkt
- Leyder Jean, Ich lebe, um zu leben – sagt das Leben.
- Die Bibel an der Bettkante. Ein Familienbuch. Vorlesegeschichten, Erzählideen, Rituale.
- Christiane Bundschuh-Schramm. Mit Kindern kommt Gott ins Haus. Wie religiöse Erziehung gelingt.
- Albert Biesinger, Kinder brauchen mehr als alles. Eine Elternschule, Schwabenverlag
- Werner Laubi, Erzählbibel. Geschichten aus dem Neuen Testament mit Illustrationen
- Rainer Oberthür, Neles Tagebuch. Zum Staunen, Nachdenken und Mitmachen.
Leo Leonni
Frederick
Beltz 2003 (Neu-Aufl.), 32 S., ISBN 978-3-407-77040-0, ab 3-4 J.

Dieser Bilderbuchklassiker erzählt von der Maus Frederick, die, statt Nahrungsreserven für das leibliche Wohl anzulegen, für sich und ihre Freunde Vorräte für die Seele sammelt : Wärme, Licht, Wörter… Die leise poetische Geschichte lädt ein zum Nachdenken und Meditieren über das Wesentliche.
Empfohlen von Sylvie Bintz
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Janosch
Oh, wie schön ist Panama
Beltz 2004 (Neu-Aufl.), 48 S., ISBN 978-3-407-7600-7, ab 4-5 J.
„Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst“, so Janosch über die Botschaft des Buches. Als der kleine Bär und der kleine Tiger auf der Suche nach ihrem Traumland nichtsahnend wieder zuhause ankommen, erscheint ihnen alles unbekannt und wunderschön. Beide sind glücklich, am Ziel zu sein. Die Geschichte regt dazu an, im Alltäglichen das Wunderbare wahrzunehmen.
Empfohlen von Sylvie Bintz
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Wolf Erlbruch
Die große Frage
Peter Hammer Verlag 2004, 52 S., ISBN 3-87294-948-9, ab 4-5 J.
An seinem 5. Geburtstag fragt ein kleiner Junge, warum er auf der Welt ist. Sowohl Menschen und Tiere als auch Dinge geben ihm unterschiedliche und zum Teil recht erstaunliche Antworten. Die Kinder erfahren, dass es auf die Sinnfrage keine allgemeingültige Aussage gibt, und werden zur Suche nach eigenen Antworten ermutigt.
Empfohlen von Sylvie Bintz
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Janosch
Komm, wir finden einen Schatz
Beltz 2005 (Neu-Aufl.,) 48 S., ISBN 978-3-407-76022-7, ab 5 J.
Weil der kleine Bär und der kleine Tiger glaubten, dass Reichtum das größte Glück der Erde wäre, gingen sie zusammen auf Schatzsuche. Unterwegs mussten sie erfahren, dass Reichtum auf die Dauer nicht glücklich macht, und dass das Leben selbst der größte Schatz ist. Darüber hinaus wurde ihnen bewusst, wie wertvoll Freundschaft ist.
Empfohlen von Sylvie Bintz
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Heinz Janisch/ Wolf Erlbruch
Der König und das Meer
Hanser Verlag 2008, 48 S., ISBN 978-3-8363-0118-3, ab 5 J.
21 weise Mini-Geschichten, in denen ein kleiner König mit allem und jedem machthaberische Gespräche führt. Dabei lernt er, dass er nicht mächtiger ist als Naturgesetze oder kleinste Lebewesen, und nimmt schließlich seine Krone ab. Zum Nachdenken und Philosophieren über den Stellenwert des Menschen und das mehr oder weniger Gewöhnliche, das ihn umgibt.
Empfohlen von Sylvie Bintz
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Heinz Janisch/ Annette Roeder
Hummel Hubert oder die Entdeckung der Zeit
Verlag Möllers & Bellinghausen 2008, 48 S., ISBN 978-3-89835-881-1, ab 3 J.
Eine kleine Hummel möchte, dass man ihr mehr Zeit lässt, um das Schöne in ihrer Umgebung zu entdecken und zu genießen. Deshalb hält sie ihre Eltern zur Langsamkeit an. Mit großen, bunten Bildern und überaus bedächtigen Worten vermittelt das Buch, dass man mehr von der Welt sieht und intensiver lebt, wenn man langsam unterwegs ist.
Empfohlen von Sylvie Bintz
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Christina Gruber, Christiane Rieger „Entspannung und Konzentration- Meditieren mit Kindern“, Kösel 2008, ISBN 3466365864
Dieses Buch enthält verschiedene Formen von Entspannungs- und Meditationsübungen, die für Kinder im Kindergarten bzw. in der Grundschule geeignet sind. Das Besondere daran ist, dass es in einer Art Baukastensystem aufgebaut ist. Man findet Elemente, die für eine Einführung geeignet sind. Ein Teil des Buches beinhaltet die eigentlichen Meditationen und ein weiterer Teil zeigt Beispiele für einen Abschluss. So kann sich jede(r)- je nach Bedürfnislage der Gruppe- eine angepasste Folge von Übungen zusammenstellen. Das Buch liefert Hintergrundwissen zu Bedeutung und Wirkung unterschiedlicher Meditationsformen und gibt praktische Tipps für die konkrete Umsetzung. |
Es enthält eine Fülle praktischer Übungsvorschläge : Geschichten, Spiele, Rätsel, Experimente, Tänze, Lieder, Fantasiereisen, Bewegungsspiele, Körper- und Wahrnehmungsübungen. Ein für die Praxis konzipiertes Werk, das dem Nutzer eine wahre Fundgrube an Möglichkeiten bietet. Sehr empfehlenswert !
Verschiedene Übungen lassen sich auch zu Hause in der Familie umsetzen. So z.B. eine Fantasiereise in einen wundersamen Garten...
Barbara Schu
Lesen Sie auch den spirituellen Impuls des Monat Oktober zu diesem Buch !
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Gudrun Pausewang, Ich geb dir noch eine Chance, Gott !, Ravensburger TB, Neuausgabe 2008 - ISBN 3473-52144-2
Groβe existentielle Fragen wie : Warum verstehen sich Menschen nicht und tun sich weh, warum gibt Leid und Tod und warum trifft es immer die Unschuldigen, stellen auch Kinder ; gerade wenn sie in ihrem Umfeld davon betroffen sind. Als Eltern kann man nicht „kneifen“, sich hinter der hohen Theologie verstecken oder in Plattitüden flüchten. Sie merken, es geht um das Gottesbild, das man dem Kind näher bringt.
Gudrun Pausewang hat zu diesem Thema vor einigen Jahren ein Kinderbuch geschrieben, das jetzt wieder neu aufgelegt wurde.
Nina, ein achtjähriges Mädchen, lebt allein mit ihrer Mutter. Ihr Verhältnis zueinander ist mehr schlecht als recht. Die Mutter arbeitet und so ist Nina oft allein und auf sich gestellt. Als sie eines Tages mit ansehen muss, wie eine Katze umkommt, ist sie entsetzt : Wie kann Gott das zulassen, dass eine unschuldige Katze überfahren wird, noch dazu eine, die ein Junges hat ? Nina verspricht der sterbenden Katze, sich um das Kleine zu kümmern, doch die Mutter duldet kein Tier in der Wohnung.
In dieser schwierigen Lage stellt Nina sich Fragen : Wie kann Gott das nur zulassen ? |
Und sie kommt zu dem Schluss : Mit diesem Gott stimmt etwas nicht. Das ist nicht der „liebe Gott“,den sie aus dem Bilderbuch kennt und von dem Oma immer so schöne Geschichten erzählt. Sollte dieser Gott, ähnlich wie Weihnachtsmann und Osterhase nur ein Produkt der Fantasie sein ?
In ihrer Verzweiflung läuft Nina weg. Eine lange Nacht irrt sie durch die Stadt, trifft auf Penner, Asylanten, übernachtet in einer stockdunklen Kirche und gerät in Lebensgefahr, ohne es zu merken. Im Morgengrauen freundet sie sich mit einem Jugendlichen an, der als Sprayer die Wände verziert.
Dieser Junge versucht ihr zu erklären, wer oder was das sein könnte –Gott : Im groβen Universum geht die kleine Nina nicht verloren, sie kommt von Gott und wird wieder zu ihm einst zurückkehren. Wichtig ist aber, dass sie gewollt ist und geliebt wird, besonders von ihrer Mutter.
Der Autorin gelang hier ein Kinderbuch, das das schwierige Thema „Gottesbild“ kindgerecht und gleichzeitig überzeugend anspricht. Als Theologe kann man neidisch werden, wie schön und wie einfach sie ihre Figuren in den letzten Kapiteln über Gott reden lässt.
Für Eltern und Kinder ab 8 Jahren
Helmut Häring
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Bucher, Anton, Wurzeln und Flügel. Wie spirituelle Erziehung für das Leben stärkt, Düsseldorf 2007.
Dies ist ein erfreulich offenes Buch, denn es richtet sich an alle, die ein Interesse an vertiefter Lebensgestaltung haben. Schon der Ansatz von Spiritualität als Verbundenheit mit Natur, Mitmenschen, sich selbst und möglicherweise auch zu Gott, zeigt dass Spiritualität nicht auf religionsgebundene Menschen beschränkt bleiben muss. Der Blick geht bewusst immer wieder über den religiösen Rahmen hinaus und hält damit Anregungen gerade für die Eltern und ErzieherInnen bereit, die nach neuen und kirchenungebundenen Formen der Spiritualität Ausschau halten.
Nach einem Einführungskapitel, in dem sich der Autor dem zuwendet, was er unter dem schillernden Begriff „Spiritualität“ versteht, kümmert er sich in den zwei folgenden Kapiteln zunächst um die Grundhaltungen für spirituelle Erziehung und anschließend um die spirituelle Welt der Kinder.
In weiteren vier Kapiteln entfaltet er die vier Grundebenen spiritueller Erziehung.
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- Verbundenheit mit der Natur stärken
- Verbundenheit mit der sozialen Mitwelt erweitern
- Verbundenheit mit dem Selbst vertiefen
- Verbundenheit mit einem Höheren, Göttlichen aufbauen.
Zu jedem dieser vier Ebenen bietet Anton Bucher ganz unterschiedliche, vielfältige Anregungen für die spirituelle Erziehung mit Kindern. Es sind dies durchweg praktische Beispiele, die erkennen lassen, dass hier ein erfahrener Vater schreibt, der so manches selbst ausprobiert hat.
Eine abschließende, thematisch geordnete Zusammenstellung entsprechender Literaturhinweise erlaubt zudem eine Vertiefung von Einzelaspekten. Damit wird zugleich nochmals deutlich, dass spirituelle Erziehung ein vielschichtiges und wichtiges Feld ist, das „für das Leben stärkt“.
Wolfgang Fleckenstein
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Leyder Jean, Ich lebe, um zu leben – sagt das Leben. Ein Versuch über spirituelle Sensibilität, Luxembourg 2004, 253 S.
Was ist der Sinn des Lebens ? Wozu leben wir ? Diese uralte Frage des Menschen scheint mit dem Titel der Veröffentlichung von Jean Leyder schnell beantwortet : Ich lebe um zu Leben, sagt das Leben ! Doch der Untertitel : „Ein Versuch über spirituelle Sensibilität“ legt die Offenheit und die Schwierigkeit offen, das Rätsel des Lebens zu entschlüsseln.
Es braucht nicht nur einen Versuch, sondern mehrerer und vielfältiger Versuche, um sich dem Geheimnis des Lebens zu nähern. Und jede Seite ist ein solcher neuer Versuch. Dies ist wohl der besondere Vorzug dieses Buches. Es bietet ganz unterschiedliche Zugänge dabei an. Es gibt Passagen, die sich flott und ohne groß Nachzudenken lesen lassen und andere, an denen man förmlich durch die Dichte gezogen wird, inne zu halten und neu zu lesen und nachzudenken.
Ich gehe diesen Grundgedanken wieder nach : Genügt es einfach das Leben zu leben ? Weil ich sowieso nichts ändern kann, selbst wenn es nicht gelingen will, dieses Leben ?
Diese Maus-Ketti-Lebenseinstellung, so sehr sie die Leichtigkeit des Daseins hochhält, kann letztlich nicht aufgehen.
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Also braucht es noch andere Anläufe, um vielleicht doch einen Angel- oder Zielpunkt des Lebens zu finden oder zumindest zu erahnen.
Was bleibt, was am Leben hält ? Und was hält das Leben jeder und jedes einzelnen ? Es bleibt bei allen Höhen und Tiefen der Versuch die Ernsthaftigkeit des Autors zu spüren, dem Leben ein grundsätzliches Lebensrecht zu gewähren.
Das Leben an sich kann sich dieses Recht nicht zusprechen, denn wir erleben, dass uns das Leben geschenkt ist. Und daher muss der Mensch eine Antwort auf dieses Geschenk des Lebens geben - mit seinem Leben.
Genau dies hat Jean Leyder mit diesem Buch vorgelegt. Und er hat diese Antwort als ehemaliger Leiter der ErwuesseBildung (ehemals Info-Video-Center) gegeben, die sich der Vielfalt des Lebens zuwenden muss, um die Menschen (von heute) zu erreichen. Und somit ist es schließlich auch eine Veröffentlichung, die nicht nur Antwortversuche, sondern in meinen Augen Fragenversuche wagt. Ein provokantes Buch im positiven Sinn des Lebens.
Wolfgang Fleckenstein
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Die Bibel an der Bettkante. Ein Familienbuch. Vorlesegeschichten, Erzählideen, Rituale. Kösel 2007. ISBN : 978-3-466-36750-4.
Die Schweizer Autorin Vreni Merz ist Religionspädagogin und wirbt in all ihren bisher erschienenen Büchern für eine neue Kultur der spirituellen Aufmerksamkeit im Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern. In diesem Buch hat sie 44 Geschichten aus dem Neuen Testament ausgewählt, die sie in einfacher und kindgerechter Sprache erzählt. Die Geschichten sind dem Jahreskreis nach geordnet ; die vier Hauptkapitel entsprechen den vier Jahreszeiten.
Das Buch unterstützt Eltern, die für sich selber und für ihre Kinder einen neuen Zugang zu biblischen Geschichten finden wollen.
Dabei legt die Autorin grossen Wert auf die Kunst des Erzählens. Zum Thema kindgerechtes Erzählen gibt es wertvolle Hinweise am Anfang des Buches.
Es geht nicht darum, den biblischen Text zu erklären. Vielmehr soll er so lebendig und spannend erzählt werden, dass er Kinder und Erwachsene berühren kann in seiner primitiv-starken Aussagekraft.
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Natürlich genügt es nicht, den Text wörtlich zu verstehen ; nur wenn wir ihn auf Situationen übertragen, die wir im eigenen Leben kennen, gewinnt er an Aktualität. So ist der Blinde aus dem Evangelium nicht nur eine Gestalt aus früheren Zeiten, sondern jeder von uns kann sich in ihm wiederentdecken…
Zu dieser Aktualisierung dienen die kleinen Impulse, die jeder Erzählung angehängt sind : Fragen, die helfen, das Gehörte zu vertiefen, kleine Rituale (etwa ein Segen des Kindes), Übungen oder Anregungen, die es ermöglichen, das Gehörte noch einmal mit dem eigenen Leben zu verknüpfen. Der Untertitel des Buches lautet : „Ein Familienbuch. Vorlesegeschichten, Erzählideen, Rituale“- und es eignet sich in der Tat wunderbar als Vorlese- bzw Erzählbuch beim Zubettgehen.
Christiane Kremer-Hoffmann
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Christiane Bundschuh-Schramm. Mit Kindern kommt Gott ins Haus. Wie religiöse Erziehung gelingt. Schwabenverlag. isbn : 978-3-7966-1345-6. Preis : 17,75 €
Der Titel dieses Buches schien mir auf den ersten Blick etwas zu positiv/ affirmativ. Weiß doch jede(r) der Kinder (spirituell) erziehen will, dass es in diesem Bereich keine Rezepte gibt…
Doch der Inhalt des Buches hat mich überzeugt. Die Autorin geht sehr sensibel und gleichzeitig realitätsbezogen an das Thema Zusammenleben in der Familie heran.
Die religiöse Erziehung hängt nicht in der Luft – in einer abgehobenen Sphäre- sie ist in diesem Zusammenleben, im Alltag der Familie, in Grundhaltungen und guten Gewohnheiten verankert. Man spürt, dass die Autorin aus eigener Erfahrung spricht (sie ist Mutter von zwei Kindern) und dass sie sich grundlegende Gedanken über das Unternehmen „Familienhaus bauen“ gemacht hat. Mir gefiel z.B das Kapitel : „Lebensregeln im Familienhaus“, zu dem unter anderem folgende Abschnitte gehören :
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„Wir geben uns Regeln, kommunizieren sie und ändern sie gegebenenfalls. sie sich grundlegende Gedanken über das Unternehmen „Familienhaus bauen“ gemacht hat. Mir gefiel z.B das Kapitel : „Lebensregeln im Familienhaus“, zu dem unter anderem folgende Abschnitte gehören : „Wir geben uns Regeln, kommunizieren sie und ändern sie gegebenenfalls.
Jeder darf sein Ego entfalten und jeder muss ein wenig von seinem Ego abgeben, damit Familie gelingt. Wir machen Fehler und geben sie zu.“
Die meisten jungen Familien, die ich in meinem Umfeld erlebe, sind auf der Suche nach spirituellen Werten in ihrer Erziehung, aber skeptisch gegenüber einer zu engen religiös-kirchlichen Erziehung. Diesen jungen Erwachsenen würde ich dieses Buch durchaus empfehlen ; es gibt keine Rezepte, sondern wertvolle Impulse zum eigenen Nachdenken und Handeln.
Christiane Kremer-Hoffmann
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Albert Biesinger, Kinder brauchen mehr als alles. Eine Elternschule, Schwabenverlag : Osterfildern 2003. – ISBN 3-7966-1123-0
Elternsein ist schwieriger geworden. In Zeiten, in denen beinahe alles möglich und erlaubt scheint, haben es Eltern besonders schwer, ihre Erziehungsverantwortung gegenüber ihren Kindern wahrzunehmen. Vieles wurde noch vor wenigen Jahren durch das Zusammenleben in der Großfamilie an Erfahrungswissen von den Großeltern auf die jungen Eltern weitergegeben. Diese Strukturen sind heute weggebrochen. Vor diesem Hintergrund antwortet diese „Elternschule“ auf eine aktuelle Herausforderung : Wie gelingt verantwortetes Elternsein heute ?
Insgesamt 17 Autorinnen und Autoren beschäftigen sich mit wichtigen Zäsuren und Phasen im Leben eines Kindes wie Geburt, Taufe, Kindergarten, Schule, Erstkommunion, Pubertät, Mann-/Frau-Werden, Sexualität, Depression, Familienleben, Freiheit und Grenzen, Gottesvorstellung, Vatersein/Muttersein, Spiritualität und andrem mehr.
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Es geht dabei nicht darum Eltern zu pädagogischen und psychologischen Erziehungsprofis zu machen, sondern ihnen einen neuen Blick auf ihre Kinder zu gewähren und ihnen Mut zuzusprechen für diese nicht immer einfache Aufgabe.
Neben den vielfältigen praktischen Tipps zur Gestaltung des Familienlebens, finden sich zu den einzelnen Themen zusätzlich weiterführende Lesehinweise.
Ein besonderer Akzent liegt beinahe durchgängig auf den Aspekt der Familienkatechese, also der Frage, welche Rolle der Glaube in der Familie spielt. Kinder brauchen eben nicht nur eine materielle und emotionale Basis, sondern sie benötigen ebenso eine ethische und religiöse Orientierung für ihr Leben. Die Familie wird dabei als eine Lebens- und Glaubensgemeinschaft gesehen, die in den verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedlichste Wege der Gottesbeziehung suchen und gehen kann. Diese Veröffentlichung ist hier Anregung, Wegweiser und Hilfe zugleich.
Ein empfehlenswertes Buch besonders für junge Eltern.
Wolfgang Fleckenstein
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Werner Laubi, Erzählbibel. Geschichten aus dem Neuen Testament mit Illustrationen von R.Pfeffer. 2003, Verlag Ernst Kaufmann, isbn : 3- 7806-2617-9. 200 S.
Die « Erzählbücher zur Bibel » von Werner Laubi gehören seit Jahren zur klassischen Grundausstattung von ReligionslehrerInnen in der Grundschule. Werner Laubi besitzt die Gabe, auch noch aus dem trockensten Bibelabschnitt eine spannende Erzählung zu entfalten ; historisches Hintergrundwissen lässt er dabei gleichsam nebenbei mit einfließen.
Mit der "Erzählbibel" ist nun im Herbst 2003 ein Buch erschienen, in dem die besten Texte der « Erzählbücher » nochmal zusammenhängend aufgegriffen werden : 37 Geschichten aus dem Neuen Testament werden spannend erzählt und sind mit farbenfrohen Bildern von Rüdiger Pfeffer illustriert. "Biblische Geschichten", so der Autor, "sind nicht einfach historische Berichte, die uns objektive Fakten übermitteln und die wir als solche weiterzugeben haben, sondern sie dienen uns als Vorlage. Wir "malen" sie neu und umgeben sie mit einem Rahmen nach unserer Wahl. Und wie der Maler von seinem Motiv ergriffen sein und Freude am Malen haben muss, so muss der Erzähler biblischer Geschichten ergriffen sein von dem, was ihm überliefert wird, und er muss sich freuen, es weitergeben zu dürfen." (Zitat aus der amazon.de Rezension).
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Für das Erzählen in der Schule, aber auch in der Familie und im Kindergottesdienst dürfte dieses Buch sich hervorragend eignen. Aufmerksame Kinder werden fragen, warum diese Geschichten so anders klingen als die der « richtigen » Bibel. Sollte die Abweichung vom Original-Text verwirren, warum nicht eine Bibel zur Hand nehmen und mit den Kindern zusammen W.Laubis Erzählung mit dem Bibeltext vergleichen ? (Bei allen Texten sind sind die entsprechenden Referenzen angegeben).
Zur Information : Vor einigen Jahren erschien die « Kinderbibel » vom gleichen Autor (mit Bildern von Annegret Fuchshuber) ; über 100 Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament werden hier, in enger Anlehnung an den Originaltext, für Kinder erzählt.
Christiane Kremer-Hoffmann
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Rainer Oberthür, Neles Tagebuch. Zum Staunen, Nachdenken und Mitmachen. 175 S. m. Illustr., Beilage : Sticker. ab 9 Jahre. 2006 Kösel. ISBN 3-466-36732-8
Gute Kinderbücher gefallen nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen. „Neles Tagebuch“ ist eine wahre Fundgrube für Menschen allen Alters die sensibel sind für philosophische und religiöse Fragen.
In unserem durchorganisierten Alltag bleibt wenig Raum für inneres Erleben, für die meditative Seite des Lebens. Kinder haben - eher als Erwachsene- ein Gespür bewahrt für die grossen Fragen des Lebens. Es gelingt dem Autor Rainer Oberthür, ganz in der Linie seiner früher erschienenen Bücher, über sein Buch-Kind Nele diese wesentlichen Fragen in uns lebendig werden zu lassen. Die ausgewählten Texte stellen eine bunte Mischung dar aus Gedichten, Bildern, Geschichten aus der Feder des Autors oder aus verschiedenen religiösen und kulturellen Horizonten. Ob es das Kamel mit dem müden Blick, die Gedanken über eine geschenkte Sanduhr, die Sternenreise oder verschiedene Experimente zum Staunen sind– unweigerlich denkt man weiter : über das Leben, über die Welt, über sich selbst und die anderen und auch über Gott.
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Trotz dichten Texten wirkt das Buch leicht und spielerisch. Das hängt auch damit zusammen, dass es noch nicht ganz „fertig“ ist. Denn Neles Tagebuch ist ein Buch zum Mitmachen : An vielen Stellen ist Platz für eigene Fragen und Gedanken, Platz zum Schreiben und Malen. Ausserdem gehören zum Buch bunte Nele-Sticker, mit denen Kinder kreativ ihr eigenes Tagebuch gestalten können.
Ich möchte dieses Buch besonders empfehlen für ErzieherInnen, Eltern, ReligionslehrerInnen : es enthält eine Fülle von guten Impulse um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Doch auch Erwachsene, die keine Kinder erziehen oder ältere Menschen sollten sich dieses Buch gönnen. Einfach deshalb, weil wir das kindliche Nachdenken und Staunen zum Leben brauchen.
Christiane Kremer-Hoffmann
Das erste Nele-Buch hieß : Neles Buch der großen Fragen. Eine Entdeckungsreise zu den Geheimnissen des Lebens.
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